Profil „Blick über den Zaun“

Aufnahme der Amerikanischen Schule in den Schulverbund
"Blick über den Zaun"

Die Amerikanische Schule ist seit dem 1. August 2009 als Mitglied im Schulverbund 'Blick über den Zaun' aufgenommen worden und steht damit in einem Netzwerk mit derzeit etwa 100 anderen reformpädagogisch orientierten Schulen (Stand Herbst 2009).

Damit wird die überaus engagierte Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung und der Gestaltung des Schullebens der letzten Jahre honoriert. Insbesondere ist hier die Einführung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts, der Lernlandkarten und des Kindersprechtages, sowie verbindliche Teamarbeit zu nennen. Die Aufnahme in den Verband erfolgte durch die Referenzen von Frau Angelika Fiedler (Leiterin der Clara-Grunwald-Schule, Hamburg) und Herrn Otto Seydel (Institut für Schulentwicklung, Überlingen).

Organisiert ist der Schulverbund in Arbeitskreise von je 6-10 Schulen. Gemeinsam arbeiten die Schulen eines solchen Arbeitskreises an der Verbesserung ihrer Einrichtung. Dafür besuchen sie sich als ‚kritische Freunde’ zweimal pro Jahr in Schulbesuchen, sogenannten ‚peer reviews’, d.h. jeweils zwei Vertreter/innen aller Schule besuchen eine Schule. Der Reihe nach werden so alle Schulen besucht und erhalten Rückmeldungen, wie sie ihre Schule verbessern können, aber auch was bereits so gut ist, dass man es gerne mit an seine eigene Schule nimmt.

Grundlage dieser Arbeit ist das gemeinsame pädagogische Verständnis von einer Schule für das Kind. Der Schulverbund hat deshalb auf Basis eines Leitbilds Standards für eine gute Schule entworfen. Diese Standards sind Grundlage für die Entwicklungsarbeit im Kollegium aber auch die gemeinsame Basis bei den gegenseitigen Besuchen.

Die grundlegenden Überzeugungen des Schulverbunds sind diese:

  • Es geht in der Schule um einzelne Menschen, die Kinder und Jugendlichen. Die Schule ist für sie da und nicht umgekehrt. Wir müssen sie in ihrer Unterschiedlichkeit annehmen und die Schule von ihnen und ihren Bedürfnissen her denken.
  • Lernen ist eine Sache der ganzen Person. Erfahrung und Erlebnis gehören ebenso dazu wie Belehrung und systematisches Üben.
  • Werte müssen täglich gelebt werden, ebenso wie demokratisches Handeln. Das ist keine Sache einzelner Fächer, sondern des Schullebens.
  • Gute Schulen entstehen nicht von selbst und kommen nicht von „oben“. Verantwortlich für eine Schule sind diejenigen, die sie gestalten.

Die Amerikanische Schule hat sich durch die Mitgliedschaft dazu verpflichtet ihre Schule entsprechend dieser Grundsätze zu verbessern und die Standards als Entwicklungsgrundlage anzusehen.

Die Grundsätze sind:

  • Dem Einzelnen gerecht werden – individuelle Förderung und Herausforderung
  • Das andere Lernen – erziehender Unterricht, Wissensvermittlung, Bildung
  • Schule als Gemeinschaft – Demokratie lernen und leben
  • Schule als lernende Institution – Reformen von innen und von unten

Mehr zum Schulverbund unter:


www.blickueberdenzaun.de

Siehe auch Interview mit Prof. Brügelmann im neuen Jahresprogramm des LFI Bremerhaven

Im Herbst 2009 kamen zum ersten Mal Vertreter der Mitgliedsschulen des Arbeitskreis 12 nach Bremerhaven und besuchten die Amerikanische Schule, um als kritische Freunde zu hospitieren und zu beraten.

Mitglieder des Arbeitskreis 12 :

  • Amerikanische Schule  Bremerhaven
  • Internat Schloss Rohstorf 
  • Grundschule Unter‐Schönmattenwag Wald‐Michelbach
  • Bergschule St. Elisabeth Heiligenstadt
  • Wartburg Grundschule in Münster (Deutscher Schulpreisträger 2008)
  • Integrierte Gesamtschule Schaumburg Stadthagen
  • Neue Schule Wolfsburg (Schule der VW-Stiftung)
  • Evangelische Gesamtschule