Projekt „Gelbe Füßchen“

Mit einfacher Idee sollen die Schüler der Amerikanischen Schule sicher ins Klassenzimmer kommen

Heute wird gemalt, auf dem Gehweg. Nur in der Farbe Gelb und nur Füße - um die 240 Treter in schätzungsweise Schuhgröße 38. Klingt nach Kinderspaß, soll aber den Schulweg sicherer machen.

Das Projekt heißt, wie es aussieht: „Gelbe Füßchen“.

Diese gemalten Abdrücke sollen den Schulkindern den sichersten Schulweg weisen: Für Kinder, die aus dem Schierholzgebiet an der Langener Straße und aus Richtung Lehe entlang der Stresemannstraße zur Amerikanischen Schule gehen. Initiiert wurden es von den zwei ehemaligen Schultelternsprechern, Rebecca Sarnow und Babita Platz. Sie hatten diese Idee schon in anderen Städten gesehen.

„Wir wollen, dass die Kinder den sichersten Weg gehen", erzählt Rebecca Sarnow. Das Problem: Vor allem die Kinder aus dem Schierholzgebiet wählen meistens den Weg über die Straße „Pferdebade". „Die Schüler sollen jetzt dadurch kanalisiert und umgeleitet werden. Sie sollen durch den Lipperkamp und ‚Krummahlen‘ laufen", erklärt Lothar Schwarz von der Verkehrswacht.

Im Abstand von einigen Metern werden auf dem Boden die Füße in zwei Varianten zu finden sein, als gehende und stehende. „An gefährlichen Punkten wie Kreuzungen wird eine rote Haltelinie signalisieren, dass die Kinder stehen bleiben sollen", sagt Schwarz. „Eine einfache wie geniale Idee", ist Polizeisprecher Wolfgang Harlos überzeugt. Man erhoffe sich durch diese erste Aktion ein „Initialzündung" für weitere Schulen. Die Eltern müssen nur die Initiative ergreifen, dann können sie Unterstützung von allen Seiten erwarten. Die finanzielle könne jedenfalls kein Hindernis sein: „Wir finden Sponsoren", stellt die Verkehrswacht in Aussicht.