Inklusion – eine Schule ohne Auslese

Unsere Schule fasst die Vielfalt der unterschiedlichen Persönlichkeiten als positiv und auch als Herausforderung auf. Daraus ergibt sich die logische Konsequenz, dass es keine Auslese von Kindern an unserer Schule gibt. Alle Kinder sind herzlich willkommen.

Der Umgang und die Förderung aller Kinder sind von einer wertschätzenden Grundhaltung geprägt und prinzipiell auf die Fähigkeiten und Ressourcen ausgerichtet. Wir beabsichtigen die Schule zu einem positiven, fördernden und auch herausforderndem Platz zum Lernen zu machen. Das Erhalten der bei Einschulung meistens vorhandenen grundsätzlichen Lernfreude und/oder deren Steigerung stehen im Fokus unserer täglichen Arbeit. Nur so wird aus unserer Sicht die Basis für positive Lernergebnisse geschaffen. Die Persönlichkeit des Einzelnen und seine Individualität steht im Mittelpunkt – wir versuchen die SchülerInnen zu bestärken, Lernerfahrungen zu erleben und dabei auch ihre Leistungsgrenzen erfahren und zu erweitern. Diese liegen je nach Fähigkeiten und Kompetenzen selbstverständlich immer an anderen Punkten. Es geht deshalb nicht darum, diese zu bewerten oder gar zu vergleichen, sondern immer den Lernfortschritt aufzuzeigen.

Das einzelne Kind wird nicht mit seinen Defiziten, sondern mit seinen Stärken gesehen. Es wird immer auf die vorhandenen Ressourcen Bezug genommen. Dieses spiegelt sich unter anderem bei der Erstellung und dem arbeiten mit individuellen Förderplänen wieder. SchülerInnen, die stark vom „Normbereich“ abweichen, bekommen bei uns einen individuellen Förderplan. Dieses kann Kinder betreffen, die über Beeinträchtigungen verfügen, genauso wie solche, die eine Hochbegabung haben.

Das Erlernen von Eigenverantwortung ist bei allen Kindern unserer Schule ein wichtiger Baustein schulischer Arbeit. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, auch hier das Schulpersonal als Ganzes zu sehen (multifunktionales Team aus Lehrkräften, ErzieherInnen und nicht unterrichtendem Personal). Auch außenstehende Personen werden als unterstützende Faktoren hinzugezogen und mit eingebunden z.B. durch den Einsatz von Logopäden, Ergotherapeuten. Die Vernetzung im Wohn- und Lebensumfeld der Schule ist ebenso von Bedeutung (z.B. Sportvereine, Kontaktpolizist etc.)  

Eine förderliche Basis für ein inklusives Schulkonzept ist auch in einem grundsätzlich positiven Schulklima begründet. Auch hier tragen alle „Anwesenden“ (Personal und SchülerInnen) eine gemeinsame Verantwortung.